In der vergangenen Woche haben uns gleich zwei großartige Blues-Musiker verlassen. Einst hatte Johnny Otis Etta James entdeckt. Otis starb am Dienstag letzte Woche und James nur drei tage später. Beide sind eine Legende und werden sicherlich ewig in Erinnerung bleiben. Etta James brannte sich vor allem mit ihrer Version des Liedes „At Last“ in die Köpfe der Menschen ein.
Als sie ein junges Mädchen war traf Jamesetta Hawkins auf Johnny Otis. Er erkannte ihr Talent, förderte sie und riet ihr auch aus ihrem Vornamen den Künstlernamen Etta James zu machen. 1961 nahm sie das Cover des Songs „At Last“ auf. Obwohl das Lied bereits 20 Jahre alt war, machte Etta James daraus einen Welthit, der noch heute von Musikern gecovert wird und in unzähligen Filmen verwendet wurde.
In den 70er Jahren hatte James wie viele ihrer Kollegen mit Drogenproblemen zu kämpfen und ihre Karriere ließ nach. Im Laufe der Jahre danach wurde Etta James zu einer Legende des Blues und zu einem US-amerikanischen Klassiker. Im Alter von 74 Jahren starb sie nun in Los Angeles an Blutkrebs.
War früher das Internet häufig eine eher illegale Bezugsquelle für Musik, so hat es sich langsam zu einem seriösen Markt entwickelt. Gut jeder dritte deutsche Internetnutzer kauft seine Musik inzwischen online, wie der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf eine Umfrage mitteilte.
Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 24 Prozent, heute schon bei 37 Prozent. Dies entspricht rund 19 Millionen Usern, die online ihre Lieblingsmusik erwerben, entweder direkt als Download oder Als Bestellung einer CD oder DVD.
Wie zu erwarten sind vor allem die jüngeren von dieser Methode begeistert. So nutzen 42 Prozent der 14- bis 28-Jährigen das Internet zum Kauf von Musik. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 39 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen ist es immerhin noch knapp jeder Dritte.
Bei den Rentnern setzen 21 Prozent auf diese Methode, wohingegen 43 Prozent der berufstätigen User und sogar 47 Prozent der Hausfrauen Songs online erwerben. Der Preis für ein Lied liegt aktuell im Schnitt bei 1,06 Euro, was wohl auch zum Erfolg beiträgt.
In letzter Zeit scheint es wirklich ein echter Trend zu sein, dass Promis ihre Kinder mit allen Mitteln ins Rampenlicht zerren. Eines der krassesten Beispiele hierfür sind die beiden Kinder von Will Smith und Jada Pinkett Smith. Der inzwischen 12-jährige Jaden stand bereits mit acht Jahren zusammen mit seinem Vater vor der Kamera.
Jüngst jettete er wochenlang um die Welt um seinen aktuellen Film „Karate Kid“ zu promoten. Auch seine jüngere Schwester Willow (9) soll offenbar ganz groß rauskommen. Sie wird, ähnlich wie Jaden, als kleine Styling-Ikone platziert und hat vor kurzem ihre erste eigene Single auf den Markt gebracht.
„Whip My Hair“ nennt sich die und Willow wirkt wie eine kleine Form von Rihanna, wobei sie gar nicht so jung wirkt… Müssen neunjährige das wirklich machen? Schön, wenn sie die Kontakte der Eltern nützen können, doch schon in jungen Jahren? Was macht das mit Kindern, wenn sie anstatt zu spielen für Promo-Termine um die Welt reisen und natürlich immer perfekt funktionieren müssen?
Willow Smith wird auf jeden Fall im Musik-Biz extrem gehypet und steht sogar beim Label von Rapper Jay-Z unter Vertrag… Ach ja, sie musste übrigens schon mit sieben das erste Mal vor die Kamera und zwar ebenfalls an der Seite ihres Vaters in „I Am Legend“.
Es sollte so eine schöne CD sein: Sänger Prince hatte seine neue CD „20Ten“ in Großbritannien über die Boulevardzeitungen „Daily Record“ und „Daily Mirror“ als kostenlose Beigabe veröffentlicht und nun das…
Online werden die CDs mittlerweile über ebay und Co. für über 15 Euro angeboten. Das könnte den Sänger ganz schön ärgern, denn er hatte diese Aktion eigentlich gestartet um der Internet-Piraterie und dem Stress zu entgehen.
Wohl falsch gedacht. Der sonst so innovative Prince scheint das Netz sowieso ziemlich zu unterschätzen, denn erst kürzlich prophezeite er noch das Ende von Musik-Downloads und des gesamten Netzes. Da hätte er die CD wohl lieber als Download ins Netz gestellt, dann hätte man sich wenigstens die „Pressung“ sparen können.
In Deutschland kommt das Album übrigens ebenfalls kostenlos auf dem Markt und zwar im August als Beigabe zur Zeitschrift „Rolling Stone“.
Der Frontmann der Nine Inch Nails, Trent Reznor, ist nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein Vorreiter in Sachen Musik-Marketing im Internet. Im letzten Jahr wurde er bereits mit dem Webby Award ausgezeichnet, weil das letzte Nine Inch Nails Album unter der Creative Common Lizenz veröffentlicht wurde.
Nun geht er ähnliche Wege mit seinem neuen Projekt „How To Destroy Angels“. Das Mini-Album der Band wird zum kostenlosen Download veröffentlicht. Das Marketing-Konzept dahinter ist einfach und sollte in Zeiten, in denen Musiker gegen illegale Tauschbörsen im Netz kämpfen und dabei eh ihre Haupteinnahmen nicht mehr über ihre Album-Verkäufe machen, ein Vorbild für andere Künstler sein.
Zum kostenlosen Album kann man zum Beispiel Sonderversionen oder Fanartikel erwerben. Zudem nutzt Reznor Facebook, Twitter und Co. massiv für sein eigenes Marketing. Wann kommt endlich der Rest der Musikindustrie im Web 2.0 an?