Peter Zadek ist tot! – Die GroĂźen des Theater schwinden dahin
In der vergangenen Nacht ist wieder einer der groĂźen Theaterregisseure unserer Zeit von uns gegangen. Mit Peter Zadek stirbt nach und nach eine Generation von Theatermachern, die es so heute nicht mehr gibt, die sich noch etwas trauten, die auch freier handelten und handeln konnten.
Nun mĂĽssen wir uns auch von Peter Zadek verabschieden. Er lebte fĂĽr das Theater, ja, war das Theater. Das Leben war ĂĽberbordende Lust, die in all ihren, ob tragischen oder komischen Facetten, nirgends so gut wie im Theater dargestellt werden konnte.
Einfach war er sicherlich nie, einfach waren auch seine Inszenierungen nicht, fĂĽr Publikum und Schauspieler. Doch gerade in dieser Schwere fand sich wieder eine ansteckende Leichtigkeit. Zadek zeigte uns das Leben. Und so ist es natĂĽrlich kein Wunder, dass er sich gerne mit Kritikern, Geldgebern und Meinungsmachern anlegte.
Er gehörte einer Theatergeneration an, die frei ihre Kunst verfolgen wollte. Ohne AttitĂĽden, ohne den Druck sogenannter “Sponsoren”. Sie nahmen sich diese Freiheit einfach. Vor kurzem George Tabori, jetzt Zadek. Was wird passieren, wenn Peymann und Co. auch nicht mehr da sind?
Mit ihnen scheint der letzte Vorhang eines wilden und kĂĽnstlerisch freien Theaters zu fallen. Was danach kommt ist nur noch das Suchen, das Hangeln von einem Skandal zum nächsten, das Klettern von einem Geldgeber zum nächsten…
Die FAZ hat Zadek einen langen Artikel gewidmet.

Am 7. und 8. August erwartet Freunde von guter Musik ein ganz besonderes Festival im Herzen Berlins. Auf dem Gelände des ehemaligen Stadtflughafens Tempelhof findet auf drei Bühnen ein riesiges Happening mit einem genialen Line-Up statt, das selbst so manche event-verwöhnte Hauptstädter zufrieden stellen wird.
