Gerade in Zeiten der Krise sind solche Filme wie Schwerkraft wie ein kleiner Befreiungsschlag und vor allem, wenn er noch so gut gemacht ist. Nicht umsonst wurde er mit Preisen überhäuft, wie zum Beispiel dem First Steps Award, dem Max-Ophüls-Preis und sogar eine Nominierung für Hauptdarsteller Fabian Hinrichs für den Deutschen Filmpreis.
Für den angepassten Bankangestellten Fredreik Feinermann (Hinrichs) wird sein Leben durch einen Schock aus den Bahnen geworfen: Ein Kunde erschießt sich vor seinen Augen. Doch wie geht man damit um? So weitermachen wie sein gefühlloser Chef ihm rät? Feinermann kann sein Gewissen nicht beruhigen und so bricht er aus Rache bei seinem Chef ein. Blöd nur, dass er dort seine Kreditkarte verliert. Sein Kumpel Vince (Jürgen Vogel), der eine einschlägige Vergangenheit hat, soll ihm aus der Patsche helfen und ihm neue Impulse geben.
Zusammen gehen die beiden nachts auf Raubzug, ausgerechnet bei den Kunden, die Frederik tagsüber bedient. Ein Hauch von Anarchie weht Frederik um die Nase, während Vince seine Verbrecherkarriere eigentlich am liebsten beenden möchte. Doch am Ende werden sie beiden von der harten Realität eingeholt…
Ausgezeichnetes Kino! Wahrscheinlich nichts für Fans von flachen Komödien, aber für alle, die Tiefe in der Geschichte suchen und auch schwarzen Humor vertragen können.
Morgen ist es wieder einmal so weit und ganz Berlin steht im Zeichen des Films. Über rund 400 Filme dürfen sich die berühmten und auch die “normalen” Zuschauer freuen.
In diesem Jahr feiert das Filmfest seinen 60. Geburtstag und irgendwie hat man das Gefühl, dass in dieser Zeit alle große Stars schon einmal über den Roten Teppich geschritten sind. Nur Marilyn Monroe soll niemals da gewesen sein…
In den letzten Jahren gewinnt die Berlinale zunehmend an internationaler Bedeutung und so gibt es zum 60. natürlich auch ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk: Am 12. Februar feiert ein Meilenstein der Filmgeschichte erneut Premiere. Zu sehen ist Fritz Langs Monumentalwerk “Metropolis”. In Argentinien tauchten 25 bisher verschollene Minuten Film auf, die der Handlung eine ganz neue Tiefe geben.
Dieses Event wird zeitgleich im Berliner Friedrichstadtpalast, in der Alten Oper Frankfurt/Main und unter freiem Himmel am Brandenburger Tor zu sehen sein. Und natürlich auch auf arte um 20:40 Uhr im TV…
Ansonsten läuft natürlich wieder der Wettbewerb um die Goldenen Bären, etliche Premieren finden statt und diverse Stars werden die Hauptstadt verzaubern. Was will man mehr? Also, unbedingt hingehen, soweit man noch Tickets ergattern kann…
Heute mal von unserer Seite eine Empfehlung für einen Film, den jeder gesehen haben sollte, der sich seine Fantasie noch bewahrt hat. “Das Kabinett des Dr. Parnassus” ist das neueste Machwerk von Kultregisseur Terry Gilliam.
Und dies ist es durch und durch, ein echter Gilliam, meine ich. Der Film nimmt einen mit auf eine atemberaubende Reise jenseits der Schranken unseres Denkens und dort gehört er eindeutig auch hin. Es ist ein Film des Films wegen. Er lässt viele Meinungen und Deutungsmöglichkeiten zu und braucht diese auch gar nicht. In diesen Film etwas Allgemeines hineinzuinterpretieren wäre eine Schande!
Jeder soll seinen eigenen Schluss aus dieser Reise ziehen. Und, wenn er sich nur für kurze Zeit gut unterhalten gefühlt hat, ist das auch okay. Es tut einfach gut einen Film zu sehen, der einem nicht, wie in den anderen Hollywood-Filmen üblich, ständig die Moral mit dem Presslufthammer einhämmert bis sie einem am Ende aus allen Poren quillt. Sehen und sehen lassen…
Dr. Parnassus geht seit 1.000 Jahren Wetten mit dem Teufel ein (grandios: Tom Waits). Eine davon bescherte ihm die Unsterblichkeit, doch der Preis dafür war hoch: die Seele seiner Tochter. Die muss jetzt natürlich vor dem Teufel bewahrt werden…
Zusammen mit seinen Kumpanen zieht Parnassus durch die Lande und lässt die Menschen in sein Imaginarium gehen (den Sinn dessen muss sich jeder selbst zusammenreimen ). Eines Tages gabeln sie einen Fremden auf, der alles anders werden lässt…
Wie viele wahrscheinlich schon gehört haben, starb Heath Ledger während der Dreharbeiten, so dass seine Parts Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell übernahmen, was ausgezeichnet gelingt. Am besten selbst ansehen!
Haus-der-Literatur.de, das Magazin für den Literatur- und Buchmarkt, verlost exklusiv drei Exemplare des Romans „Wüstenblume“ von Waris Dirie. Die bewegende Autobiographie des somalischen Models kommt am 24. September in die Kinos.
Zahlreiche Zuschauer können dann den mitreißenden Weg der 13-jährigen Waris (gespielt von Liya Kebede) hautnah miterleben: Dem Leben als einfaches Nomadenmädchen in der afrikanischen Wüste entflieht Waris, als sie mit einem wesentlich älteren Mann zwangsverheiratet werden soll. Nach einer lebensgefährlichen Odyssee durch die Wüste gelangt sie in die somalische Hauptstadt Mogadischu. Durch Verwandte ihrer Mutter erhält sie eine Anstellung bei dem somalischen Botschafter in London – doch statt eines schönen Lebens in einer europäischen Metropole, erwartet sie dort harte Knechtschaft durch ihre neuen Arbeitgeber. So darf das junge Mädchen beispielsweise jahrelang das Haus nicht verlassen.
Schließlich gelingt Waris Dirie der Absprung in ein selbstbestimmtes Leben in London. Sie nimmt eine Stelle in einer Fastfood-Filiale an. Dort geschieht eines Tages das Unglaubliche: Der Starfotograf Terry Donaldson (gespielt von Timothy Spall) entdeckt Waris Dirie. Eine atemberaubende und glamouröse Karriere als internationales Topmodel nimmt ihren Anfang. Alles könnte so traumhaft sein, wäre da nicht dieses dunkle Geheimnis, das Waris aus der somalischen Wüste mitgebracht hat …
Lesen Sie auf Haus-der-Literatur.de mehr über den Buchinhalt, die Autorin sowie den Kinofilm der am 24. September in die Kinos kommt und gewinnen Sie ihr eigenes Exemplar von „Wüstenblume“.
Auch in diesem Jahr ist es wieder so weit: In sieben, ja, in siiiieeben, deutschen Städten können sich Mädels in die Arme ihres Partners krallen, der natürlich auch schon längst die Augen zugemacht hat, dies aber männlich nicht zugibt. Filmische Mutproben stehen wieder auf dem Programm, Cineasten und alte Genrehasen können mit viereckigen Augen ihre Weisheiten zum besten geben und Neulinge kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Ja, es ist wieder Zeit für das Fantasy Filmfest. Zwischen Popcorn und Gänsehaut werden die besten, neuesten und aktuellsten Filme aus den Genres Fantasy, Horror, Sci-Fi und Grusel zum Besten gegeben. Von Gemetzel bis hin zu märchenhaften Fantasie-Welten, von Fernost bis deutsche Provinz, ist alles vorhanden.
Schon so manche zukünftige Genre-Klassiker und -Hits wurden hier geboren bzw. uraufgeführt. Als das Festival 1987 in Hamburg anfing, galt es noch als absoluter Geheimtipp. Eher ältere Filme wurden gezeigt und auch so mancher Fernsehfilm schaffte es in diesem Rahmen auf die Leinwand. Mittlerweile ist es eines der wichtigsten Film Festivals dieser Genres weltweit und lebt vor allem von den brandaktuellen Movies. So manche Weltpremiere findet jedes Jahr hier statt.
Der Kartenvorverkauf hat diese Woche begonnen. Alle Freunde von Fantasy, Horror und Co., nichts wie hin!